Wertimagination - Die andere Seite der Medaille

Eine hilfreiche Ergänzung zu unserem Verstand

Auch wenn unser Verstand es sich nicht vorstellen kann: Unser Denken, Fühlen und Handeln wird entscheidend von unserem Unbewussten beeinflusst. Die Besonderheit der Wertimagination ist eine intensive Begegnung mit den positiven Urkräften unseres Unbewussten, wie z.B. unbewusster Mut, unbewusste Hoffnung und unbewusste Freiheit. Lebensbejahende Kräfte liegen wie ein Schatz in der Tiefe jedes Menschen verborgen. Wertimagination ist ein Weg, diesen Schatz zu bergen.

 

Das Unbewusste kennt keine Rationalität und Logik und teilt sich in inneren Bildern und Symbolen mit. Bilder und Symbole sind die Sprache der Seele.

Die Wertimagination spricht die Bildersprache des Unbewussten und steuert gezielt positive Symbole des Unbewussten an. Diese Symbole sind mit tiefen Emotionen verbunden wie z.B. Klarheit, Sicherheit, Kraft und Mut. In dem Maße, wie Sie in der Wertimagination Ihre Ziele anlaufen, wird es möglich auch im Alltag gewünschte Veränderungen leichter anzugehen und umzusetzen.

Die Wertimagination in der Praxis

Wertimaginationen sind noch weitestgehend unbekannt. Die Methode ist für Außen-stehende oftmals schwer zu fassen. Daher soll Ihnen das folgende Beispiel einen praktischen Einblick in Ablauf, Vorgehen und Wirkung der Wertimagination vermitteln. Es wurde von einer Klientin nach ersten Erfahrungen dokumentiert.

Für Fragen dazu nehmen Sie gern Kontakt mit mir auf.

Die Wanderung zu meinem inneren Thron - Ein "Reisebericht" in 4 Schritten

Das Vorgespräch - Ziel festlegen

Zu Beginn der Wertimagination legt meine Wertimaginationstherapeutin mit mir das gemeinsame Ziel der „Wanderung“ fest. Mir geht es darum, authentischer zu leben, mir in meinem Leben mehr Raum zu nehmen und mich leichter abzugrenzen. 

 

Dieses Ziel wollen wir mit der Wanderung zu meinem inneren Thron ansteuern.

Das Symbol des inneren Throns steht für die Emotion und die Kraft, das eigene Leben in Besitz zu nehmen. Wie eine Königin soll ich auf meinem inneren Thron Platz nehmen, um mein Leben selbstbewusst und mit Wertschätzung in die Hand zu nehmen. 

 

Während der gesamten „Wanderung“ halte ich meine Augen geschlossen und stehe im engen Kontakt und Dialog mit meiner Wertimaginationstherapeutin. 

Schritt 1: Die Wanderung in den Thronsaal

Nach einer kurzen Entspannungsübung werde ich mit Anleitung durch meine Therapeutin in meinen inneren Schlossgarten geführt. Ich stehe auf einem Stück gepflegtem Rasen und schaue auf ein Schloss. Mein Schloss ist ein weißes Gebäude mit vielen kleinen Türmen und Türmchen. Das Gebäude strahlt Schönheit, Harmonie sowie Sicherheit aus und löst in mir ein Gefühl von Neugier und großer Freude aus. Ich höre Musik, die mich berührt und anzieht und gehe langsam über eine mit Bäumen gesäumte Allee auf das Schloss zu. 

 

Vor dem Gebäude taucht plötzlich meine vertraute und verbündete Gestalt auf. Ich kenne sie bereits aus vorherigen Wertimaginationen. Sie ist eine treue Begleiterin, die bedingungslos hinter mir steht und meine Interessen vertritt. Ich freue mich sie zu sehen. Sie löst in mir ein Gefühl von Freude, Vertrauen und Sicherheit aus. 

 

Die Gestalt führt mich über eine Holztreppe, die mit vielen Schnitzereien verziert ist in den Thronsaal. Ein großer Saal mit drei großen Fenstern und einer Flügeltür, die auf einen Balkon führt. In der Mitte dieses Saals steht auf einem Podest ein mit rotem Samt bezogener Stuhl. Die Armlehnen und Stuhlbeine sind aus Gold und funkeln in der Sonne. Mehrere Stufen führen hinauf.

Schritt 2: Der funkelnde Thron und meine viel zu schweren Füße

Ich bin gerührt von der Schönheit dieses Throns. Aber ich bin überrascht von meinem Gedanken: „Nein, das bin ich nicht, ich kann diesen Thron nicht besteigen.“ Etwas in mir sperrt sich. Ich stehe wie angewurzelt da, kann mich nicht von der Stelle bewegen. 

 

Meine verbündete Gestalt legt ihre Hand zwischen meine Schulterblätter. Wärme durchströmt meinen Rücken und ein Gefühl, aufgerichtet und gestärkt zu werden. Sie fordert mich auf, den Thron zu besteigen. Ich mache einen Schritt auf den Thron zu, fühle mich aber schwer. Ich kann meine Füße nicht heben. Was macht meine Füße so schwer? Die Therapeutin fordert mich auf, meine Schwere einfach abzustreifen und neben mich zu stellen. 

Schritt 3: Was mich zurückhält

Plötzlich steht neben mir eine weitere Gestalt. Ich stutze. Das bin doch ich als Jugendliche. Meine Therapeutin fordert mich auf, diese Gestalt genau zu betrachten. Ich erkenne, sie verkörpert einen Teil meiner Lebensgeschichte. Dieser Blick auf meine Lebensgeschichte,  lässt mich plötzlich meine Schwere verstehen und ich habe Mitgefühl mit mir. Schlagartig kann ich meine Füße bewegen. 

Schritt 4: Den eigenen Thron besteigen

Meine verbündete Gestalt hakt sich bei mir unter und führt mich mit sicherem Griff und festem Halt den Thron hinauf. Ich nehme Platz und spüre meinen Körper auf der Sitzfläche, an der Rückenlehne und auf den Armlehnen. Mich durchströmt ein tiefes Glücksgefühl, ein Gefühl, bei mir angekommen zu sein, ein Gefühl von Dankbarkeit, Vitalität und Kraft. Ich lehne mich entspannt in meinem Thron zurück und völlig überraschend sitzt die jugendliche Gestalt neben mit. Sie lächelt mir zu. Ich fühle mich total lebendig, kräftig und frei.

Das Nachgespräch

Im Nachgespräch geht es darum, Erkenntnisse aus der Wertimagination in den Alltag zu übertragen. Was habe ich gefühlt und verstanden? Wie ist der Zusammenhang mit meinem Ziel, mich leichter abzugrenzen? Wozu fordern mich die Erkenntnisse der Wertimagination konkret heraus?

 

In der Wertimagination spürte ich meine tiefe Sehnsucht, lebendig zu sein. Ich fühlte den Mut und die Kraft, wirklich das in meinem Leben zu realisieren, was mir wichtig ist; und nicht das, was von mir erwartet wird. Ich habe gefühlt und verstanden wie ich mein Anliegen umsetzen kann und gehe mit innerer Klarheit sowie voller Optimismus und Zuversicht.

Sie haben Fragen? Ich freue mich über Ihre Kontaktaufnahme

Ihre Gabriele Hradetzky

 

Tel:      040-63607578

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